Menu Content/Inhalt
Home arrow Vorträge arrow Nur im Absoluten gibt es Absolution. Zur Unterscheidung von Psychotherapie und Seelsorge

Nur im Absoluten gibt es Absolution.
Zur Unterscheidung von
Psychotherapie und Seelsorge

Die Moderne hat vielfache Entschuldungen aufgrund rational begründeter Unfreiwilligkeiten und Unfreiheiten der Täter entwickelt: Soziale, psychologische, pathologische, gesellschaftspolitische Bedingtheiten engen den Entscheidungs- und damit den Schuldraum des Handelnden ein oder verstellen ihn sogar gänzlich. Dem stehen philosophische, anthropologische und letztlich theologische Argumente einer grundsätzlichen Schuldmöglichkeit des Menschen auch bei verminderter Freiheit gegenüber – ist Verminderung der Freiheit vielleicht selbst herbeigeführt, also schon Anzeichen von Schuld? Und wie gefährlich ist ein Bekenntnis, das in keine Absolution mündet? Das Wortspiel zwischen Absolutem und Absolution wird daher in verschiedenen Denktraditionen befragt, da sich kein neuer Anfang setzen läßt, solange keine Reflexion über das Wirken auch der Gnade zugelassen wird.

16.30 - 17.45

Image

HANNA BARBARA
GERL-FALKOVITZ

 
< zurück